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V ereinschronik

 
 

Als in den zwanziger Jahren überall in der näheren und weiteren Umgebung Sportvereine ins Leben gerufen wurden, befasste man sich auch in Bentorf mit dem Gedanken einen Sportverein zu gründen.  
Am 30. Novemer 1921 wurde der Gedanke Wirklichkeit und der Verein Bentorfer Sportverein von 1921 gegründet. Mit der Gründung des Vereins war es jedoch nicht getan, denn es entstanden Schwierigkeiten, die in der damaligen Zeit nicht so leicht überwunden werden konnten. Zuschüsse, wie wir sie heute als selbstverständlich ansehen, gab es damals nicht. Als Sportplatz diente eine Kuhweide, auf der notdürftig Tore errichtet wurden.

Die Gründungsmitglieder waren: die Gebrüder Stuckmann, H. Hölscher, H. Hölscher, Fr. Hölscher, H. Meiertöns, Fr. Klemme, A. stock, G. Meier, W. Sudwischer, Fr. Dammler, Fr. Westhoff, K. Stock, H. Brink, G. Johanning, Fr. Strate, Fr. Kölling, Fr. Engelking, G. Becker, A. Adrian, H. Stock, H. Reling, S. Heger, H. Filges und G. Richter.

Als Vereinsfarbe wurden die Schwarz und Weiß gewählt. Die neue Sportart Fußball fand auch bald zahlreiche Anhänger. Eine Seniorenmannschaft nahm den Spielbetrieb auf und spielte um die Nordlippische Meisterschaft mit. Die Spiele gegen die Nachbarvereine verliefen nicht immer reibungslos. 1924 wurde dann von der Vereinsfarbe schwarz / weiß zur heutigen Vereinsfarbe blau / gelb gewechselt.  

  1. Mannschaft 1925

Die gute Entwicklung des Sportvereins wurde jedoch bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges jäh unterbrochen. Das nationalsozialistische Regime unterdrückte jedes freie demokratisches Vereinsleben. Auch der SV Bentorf musste seinen Vereinsbetrieb einstellen. Als 1945 der 2. Weltkrieg mit seinen fatalen Folgen beendet war, erlebte der SV Bentorf seine Wiedergeburt. Es zeugte von der tiefen Verwurzelung des Sportgedanken, dass schon bald nach Kriegsende, auch in Bentorf der Sport wieder begann.

Eine Fußballmannschaft wurde neu aufgestellt und die ersten Freundschaftspiele gegen Nachbarvereine wurden ausgetragen. Aber erst im Frühjahr 1946 konnte im Fußball eine einfache Meisterrunde ausgespielt werde. Der Grund liegt auf der Hand: Die Menschen hatten 1945 andere Sorgen, als Fußballspiele zu organisieren. Der SV Bentorf wurde in der Gruppe Nord Lemgo Zweiter hinter dem Gruppensieger SC Hohenhausen. Die Bentorfer Mannschaft spielte zu dieser Zeit an der Windmühle auf dem Mönkeberg. Das erste Sportfest in Bentorf nach dem Krieg wurde am 09.09.1946 ausgerichtet und dauerte einen Tag.   

Im Herbst 1946 begann die neue Fußballsaison 1946/47, an der sich der SV Bentorf mit zwei Seniorenmannschaften und zwei Jugendmannschaften beteiligte.    
Stark im Kommen zu dieser Zeit war auch der Frauenfeldhandball. Die Frauenhandballmannschaft des SV Bentorf spielte im heimischen Raum zusammen mit den Mannschaften aus Hohenhausen, Westorf, Kalldorf, Bavenhausen und Lüdenhausen. In der Saison 1947/1948 kamen noch die Mannschaften aus Vlotho und Vlotho-Winterberg hinzu. Leider musste 1948 der Spielbetrieb eingestellt werden, da dem Verein nicht mehr genug Spielerinnen zur Verfügung standen.

 
Die gute Jugendarbeit in Bentorf hatte sich bereits 1949 bewährt, als de Fußballjugend im Spiel um die Kreismeisterschaft auf neutralem Platz der Mannschaft des TUS Bad Salzuflen nur knapp mit 1:2 Toren unterliegt. Aufgrund des guten Nachwuchses wurde in der Saison 1949/50 die I. Fußballmannschaft Meister der II. Kreisklasse und stieg erstmals in der Vereinsgeschichte in die I. Kreisklasse auf.   

Da auf dem Sportplatz Mönkenberg 1952 wieder Korn statt Rasen eingesät wird, besitzt der Sportverein keinen Sportplatz mehr und alle Spiele müssen auswärts ausgetragen werden. Durch den verlorenen Heimvorteil kann der Abstieg der I. Mannschaft aus der I. Kreisklasse nicht verhindert werden und der Spielbetrieb wird kurzzeitig eingestellt.

 

Aber der damalige Vorstand gab nicht auf und am 24. September 1953 wurde bereits mit dem Bau eines neuen Sportplatzes an der Bentorfer Str. begonnen. Die I. Mannschaft nahm den Spielbetrieb wieder auf und wurde auf Anhieb in Saison 1953/54 wieder Meister in der II. Kreisklasse 34:10 Punkten und 70:21 Toren. Da der neue Sportplatz noch nicht fertig war, wurde auf den Aufstieg verzichtet.   

Am 1. August 1954 war es dann soweit und der neue Sportplatz konnte eingeweiht werden. Mit neuem Elan gingen die Fußballer in die Saison 1954/55 und wurden eindrucksvoll mit 41:1 Punkten und 118:23 Toren Meister in der II. Kreisklasse. Nach 2 Jahren Abwesenheit spielte man wieder in der I. Kreisklasse.   

Den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte schaffte die 1: Mannschaft 1959/60 mit dem Aufstieg in die ostwestfälische Bezirksklasse. Sie war somit der erste nordlippische Vertreter auf Bezirksebene und spielte gegen Detmold, Beverungen oder Höxter. Als „ Millionensturm“ der Husaren galt das Ensemble Windmeier, Heger, Meiertöns und Dreischmeier. Trainer der damaligen Mannschaft war Willi Klocke aus Vlotho.    

  1. Mannschaft 1960

 

Man kann nicht nur über Erfolge und gute Zeiten berichten, sondern man sollte auch die Tiefen und Misserfolge erwähnen. Im Jahr 1962 stieg der SV Bentorf nach zweijähriger Zugehörigkeit aus der Bezirksklasse ab und erreichte in den nächsten Jahren meist nur einen Mittelplatz in der I: Kreisklasse. Da in dieser Zeit die Jugendarbeit nicht immer die größte Aufmerksamkeit gewidmet wurde, kam es zu Nachwuchsproblemen und 1968 konnte der Abstieg nur mit viel Glück verhindert werden.   

Das Jahr 1969 wurde ein Jahr des Neuaufbaues. Einige guten Jugendspieler und einige Spieler aus anderen Vereinen stießen zum Kader der 1. Mannschaft. Mit dieser neuen Mannschaft belegte des SV Bentorf zwölf Spieltage lang den 1. Tabellenplatz, der aber durch Verletzungen einiger guten Spieler nicht gehalten werden konnte.   

Das 50jährige Vereinsjubiläum mit Festkommerz wird 1971 im großen Rahmen gefeiert.   

Im Jahr 1971 wird auch die Damen-Gymnastikgruppe durch Inge Rüffer gegründet, die sich am Sportfest mit einem Tanz der Öffentlichkeit vorstellte. Weitere Auftritte folgten in den darauffolgenden Jahren.   

Nach Jahren den Erfolges geriet der SV Bentorf wieder einmal in eine Krise. Ein Abstieg in die II. Kreisklasse war 1974 die Folge.   

1975 wurde die Alte-Herren-Fußballabteilung neu organisiert und nahm nach einigen Jahren Pause den Spielbetreib wieder auf und ist seitdem fester Bestandteil im Spielbetrieb.   

Ganz besonders war jetzt der Aufschwung der Turnabteilung zu erkennen. Es konnte endlich eine Mädchen-Gymnastik-Gruppe ins Leben gerufen werden.   

1977 musste die Frauen-Turngruppe aufgrund der regen Eintritte in 2 Gruppen aufgeteilt werden. Beide Gruppen wurden aber weiter von Inge Rüffer als Übungsleiterin betreut. Erst 1993 konnte mit Marie-Luise Stateczny für die 2. Gruppe eine neue Übungsleiterin gewonnen werden.   

    

Frauen Turngruppen I+II

 

Im Januar 1977 fanden sich „nicht mehr aktive Spieler“ des SV Bentorf zu einer gemütlichen Runde zusammen. Sie beschlossen, eine Herren-Gymnastik-Abteilung zu gründen, damit wurde eine weitere Lücke im Sportbetrieb des SV Bentorf geschlossen.   

Im Jahr 1979 beratschlagten mehrere Frauen und Jugendliche welche Sportart für sie wohl in Frage käme. Fußball war Ihnen zu männlich und einen Turnabteilung gab es ja bereits; so wurde beschlossen eine Korbballabteilung zu gründen. Unter den Übungsleitern Hartmut Raimann und Marie-Luise Stateczny wurde der Spiel- und Trainingsbetrieb aufgenommen.   

  Korbballfrauen 1981   

In den Jahren 1981-1990 konnten die Korbballjugend und Schülermannschaften regelmäßig die Titel bei den Lippischen Meisterschaften erringen und spielten bei den deutschem Meisterschaften sowohl in der Halle wie auch auf dem Feld eine gute Rolle. Die beste Platzierung bei einer Deutschen Meisterschaft wurde 1985 von Korbball-Schülerinnen mit dem 4. Platz erreicht.   

Es bleibt festzustellen, dass die Abteilungsleiterin Marie-Luise Stateczny mit ihren eifrigen Helfern und Helferinnen in einigen Jahren vorzügliche Arbeit geleistet hat. So wurde 1986 dank ihrer Organisation der Korball Deutschland Pokal zum ersten Mal im Kalletal mit dem SV Bentorf als Ausrichter durchgeführt.   

   Marie-Luise Stateczny 

Im Oktober 1981 werden mit den Arbeiten an der neuen Sportanlage in Bentorf begonnen. Im Spätsommer 1984 war es dann soweit. Nach vielen, vielen Stunden Arbeit der freiwilligen Helfer konnte der Sportplatz eingeweiht werden. Fast alle Arbeiten konnten dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kalletal, sowie dem Sport- und Jugendausschuss in Eigenleistung erbracht werden.   

 

 Einweihung des Sportplatzes 1984 

Aber der Vorstand und die freiwilligen Helfer gaben sich mit dieser Aufgabe noch nicht zufrieden und setzten ihre Arbeiten mit dem Umbau des Sporthauses fort. Dank dieses Einsatzes kann der Sportverein seinen Sportlern und Sportlerinnen seit 1986 eine vorzügliche Sportplatzanlage bieten. 1992 wurde diese Anlage durch den Anbau eines Gerätehauses erweitert. In den Jahren 2003 und 2005 erfolgte weitere Baumaßnahem. Ein neuen Kassenhaus mit angrenzendem Schankraum, sowie eine Grillhütte wurden errichtet.   

Aufgrund starker Nachwuchsprobleme im Jugendfußballbereich wurden in allen Altersklassen Spielgemeinschaften gegründet. In guter Zusammenarbeit mit den Vereinen TSG Hohenhausen und der SG Kalldorf spielen die Kinder und Jugendlichen unter den Namen BHK Kalletal.   

Nach 13-jähriger Unterbrechung und vielen vergeblich Anläufen war es im Mai 1987 soweit. Die I. Mannschaft des SV Bentorf gelang durch einen 5:0 Heimsieg gegen den TBV Alverdissen die Rückkehr in die Kreisliga A Lemgo.   

Im Jahr 1990 wurde im Sportverein durch die Aerobic-Gruppe das Sportangebot vergrößert. Geleitet wir die Gruppe seit 1996 von Monika Brink.   

Nach einem gewaltigen Aderlass an Spielern im Sommer 1992, konnte nach Ende der Saison 1992/93 der Abstieg der I. Mannschaft aus der Kreisliga A nicht verhindert werden. Wiederum folgten viele magere Jahre in der 2. Kreisklasse. In dieser Zeit wurde dann auch erstmals an die Gründung einer Fusion oder Spielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen aus Hohenhausen oder Kalldorf gedacht. Die gute Jugendarbeit der vergangen Jahre trug dann aber Früchte und im Sommer 2004 gelang der erneute Aufstieg in die I. Kreisklasse.   

  Aufstieg 2004

  Im Sommer 2006 konnte erstmals eine 2. Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga B realisieren.   

Probleme, wie demographischer Wandel, sind auch dem SV Bentorf nicht fremd. Das Interesse am Breitensport hat enorm nachgelassen; so sind beide Frauen-Turngruppen nicht mehr aktiv und auch die Korbballjugendabteilung ist erst seit Neustem unter der Leitung von Carmen Meyer wieder aktiv.   

Gegenwärtig hat der SV Bentorf rund 360 aktive und passive Vereinsmitglieder.